In Videospielen gibt es einen spannenden Trend: Environmental Storytelling.
Entwickler zeigen keine langen Dialoge. Stattdessen lassen sie die Spieler die Geschichte selbst entdecken. Sie erkunden verlassene Orte und entdecken Objekte. Dabei hören sie Geräusche und achten auf Architektur sowie subtile Hinweise.
In den letzten zehn Jahren haben Spiele so einige der beeindruckendsten und immersivsten Erlebnisse geschaffen. Aber welche Spiele haben diese Technik wirklich gemeistert?
Was ist Environmental Storytelling?
Environmental Storytelling bedeutet: Die Spielwelt erzählt die Geschichte. Die Story wird nicht direkt erklärt. Stattdessen nutzen Entwickler:
- Leveldesign
- Visuelle Details
- Geräusche und Musik
- Interaktive Elemente
Ein umgestürzter Tisch, eine verlassene Wohnung oder eine kaputte Maschine kann die Geschichte einer Welt erzählen. Oft wirkt das stärker als jede Cutscene.
Diese Methode verlangt Beobachtung und Interpretation. Spieler entdecken alles in ihrem eigenen Tempo. Das verstärkt das Gefühl, Teil der Welt zu sein.
Warum Environmental Storytelling wichtig wurde
Ein Grund für den Erfolg ist die technische Entwicklung. Moderne Game-Engines erzeugen detailreiche, glaubwürdige Spielwelten. Diese Welten können Geschichten subtil erzählen.
Viele Spieler möchten narrative Erfahrungen, die sie selbst erkunden können. Sie wollen nicht ständig unterbrochen werden.
Auch Indie-Spiele haben diesen Trend vorangetrieben. Sie setzen oft auf Atmosphäre und symbolische Erzählweise. So inspirieren kleine Studios die großen Entwickler.
Die besten Environmental-Storytelling-Spiele
Viele Spiele erzählen ihre Geschichte nicht mit Text oder Dialogen. Stattdessen nutzen sie die Welt selbst, um die Story zu vermitteln. Sie nutzen einfache, aber sehr effektive Tricks. So verstehen Spieler:innen die Welt, ohne dass jemand alles erklärt.
- Visuelle Hinweise: Objekte, Gebäude oder zerstörte Orte erzählen viel über die Geschichte.
- Sound: Töne, Musik und Stille erzeugen Stimmung und Atmosphäre.
- Spielerinterpretation: Environmental Storytelling gibt Hinweise, aber keine Antworten.
Diese Technik fördert Neugier und Eigeninitiative. Die Geschichte entsteht im Kopf des Spielers.
Gemeinsame Designtechniken dieser Spiele
Environmental Storytelling ist eine starke Technik, um Geschichten zu erzählen. Die Geschichte entsteht durch die Welt selbst, nicht durch Dialoge oder Texte.
Spiele, die diese Technik nutzen, haben einige gemeinsame Merkmale:
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Hinweise in der Umgebung: Spieler:innen entdecken die Story durch Objekte, Ruinen oder versteckte Notizen. Jedes Detail kann wichtig sein.
- Atmosphäre als Erzähler: Musik, Licht, Geräusche und Farben vermitteln Stimmung. Sie zeigen, ob eine Szene gefährlich, traurig oder spannend ist.
- Freiheit beim Entdecken: Spieler:innen entscheiden selbst, was sie sehen und wann sie es entdecken. Es gibt keine feste Reihenfolge.
- Subtile Hinweise: Nicht alle Informationen sind direkt sichtbar. Spieler:innen müssen kombinieren, interpretieren und Schlüsse ziehen.
Trotzdem ist klar: Diese Technik macht Spielerlebnisse tiefer und persönlicher.
Warum diese Technik so stark ist?
- Sie weckt Neugier. Spieler:innen wollen weiter erkunden.
- Sie fördert Eigeninitiative. Man wird selbst aktiv und entscheidet, was man verstehen will.
- Die Geschichte entsteht im Kopf der Spieler:innen. Jeder interpretiert sie ein wenig anders.
- Das Ergebnis ist ein tiefes, persönliches Erlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt.
Herausforderungen von Environmental Storytelling
Trotz der Stärke dieser Technik gibt es auch Hürden:
- Manche Spieler:innen übersehen Hinweise. Sie fühlen sich verloren. Oft verstehen sie die Geschichte nicht vollständig.
- Entwickler:innen müssen Atmosphäre, Freiheit und Verständlichkeit sorgfältig ausbalancieren.
- Es ist schwer, Spieler:innen genug Orientierung zu geben, ohne die Freiheit zu verlieren.
