Seit geraumer Zeit versuchen europäische Länder sich auf eine einheitliche Regulierung des Online-Glücksspiels zu einigen. Dabei zeigt sich aber auch in diesem Jahr wieder, wie schwer es ist, eine gemeinschaftliche Lösung zu finden. So bestimmen die Staaten immer noch selbstständig, wie sie mit den Angeboten im Internet umgehen. Was sich allerdings klar herauskristallisiert, sind die Ziele, die in den europäischen Ländern verfolgt werden: Mehr Spielerschutz, strengere Gesetze und ein härteres Vorgehen gegen unlizenzierte Anbieter. Wie sich das für Spieler 2026 auswirkt, zeigt unser Überblick!
Das Ziel einer gemeinsamen Lösung
In Europa dürfen die Staaten weiterhin frei über ihre Gesetze bezüglich des Online-Glücksspiels bestimmen. Eine einheitliche Lösung wäre für viele jedoch ein sinnvolles Ziel. Da Nutzer auch über die Grenzen hinaus auf Online-Casinos zugreifen können, wird diese Idee bereits lange verfolgt. Dies gilt natürlich besonders für gleichsprachige Räume – so etwa für die Angebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Genau aus diesem Grund haben sich die Nachbarländer in ihrer Gesetzlichkeit bereits stark angenähert. Einige Unterschiede gibt es allerdings noch. Für Spieler hat das Vor- und Nachteile. Wer sich bspw. nach weniger strengen Auflagen sehnt, kann zu Anbietern aus anderen Ländern wechseln. Dabei kann allerdings der Spielerschutz geringer ausfallen.
Wichtige Länder im Vergleich
Zahlreiche Länder haben innerhalb der letzten Jahre neue Gesetze verabschiedet, um das Online-Glücksspiel sicherer zu gestalten.
Deutschland
Dabei geht Deutschland mit dem Glücksspielvertrag von 2021 voraus. Dieser hat den Spielerschutz deutlich erhöht, bspw. durch starke Einschränkung der Werbemöglichkeiten für Anbieter. Spieler sind limitiert durch Einzahlungslimits (1.000 Euro pro Monat) und casinoübergreifende Sperrlisten, auf die Nutzer bei gefährlichem Verhalten gesetzt werden können. Auch eine Selbstsperre ist dabei möglich. Zusätzlich hat Deutschland zahlreiche Hilfsangebote erweitert, die Menschen bei Suchtgefahr unterstützen können.
Schweiz
Die Schweiz verfolgt besonders restriktive Vorschriften, die einen hohen Spielerschutz gewährleisten. Dabei dürfen Online-Casinos nur von lizenzierten, landbasierten Spielbanken betrieben werden. So soll dubiosen Angeboten im Netz ein Riegel vorgeschoben werden.
Österreich
Auf dem österreichischen Markt könnte es 2026 einige Neuerungen geben. Das staatliche Monopol für Glücksspiel wird derzeit neu bewertet, wodurch in Zukunft vielleicht deutlich mehr Anbieter eine Lizenz erhalten könnten. Gleichzeitig sollen jedoch weiterhin ein hoher Spielerschutz und eine starke Überwachung garantiert werden.
UK
Durch Regionen wie Isle of Men und Gibraltar ist Großbritannien einer der wichtigsten Player im Online-Glücksspiel Europas. Aus diesem Grund rechnen wir hier nicht mit besonders strengen Gesetzen im neuen Jahr. Stattdessen müssen Anbieter ihren Kunden ab 2026 jedoch freiwillige Limits anbieten, welche die Nutzer selbstständig wählen können.
Schweden
In Schweden erwartet Spieler 2026 ein neues Gesetz. Dabei soll das Spielen auf Kredit – etwa durch den Einsatz mittels einer Kreditkarte oder anderen „Buy now, pay later“-Zahlungsmitteln – strikt verboten werden. So soll das Risiko gesenkt werden, dass sich Spieler verschulden.
2026 warten einige Änderungen des Glücksspielgesetzes in Europa. Eine gemeinsame Lösung ist dabei jedoch noch lange nicht in Sicht. Für Spieler bedeutet dies, dass sie den strengen Regulierungen ihres eigenen Landes ausweichen und auf andere Anbieter umsteigen können. Dabei sollte jedoch die Einbuße des effektiven Spielerschutzes nicht außer Acht gelassen werden. In diesem Fall ist es also umso wichtiger, auf vertrauenswürdige Plattformen zu setzen.
